Glaubenskraft

Kürzlich hat mir eine Frau, die schon jahrelang Psychotherapie in Anspruch nimmt, auf die Frage, ob sie Glauben als Ressource nützt, geantwortet, sie sei zu gebildet, um gläubig sein zu können. Während ihrer Schulzeit hat sie ein humanistisches Gymnasium besucht, schon da wurde ihr klar, dass es keinen Platz für Gott in ihrem Leben gibt. Nach intensiven Arbeitsjahren und Kindererziehung ist sie ausgebrannt, steht unter großem Druck, es gibt heftige Spannungen in der Familie, die Partnerschaft ist zerbrochen.

Immer wieder kreuzen Menschen meinen Weg, die sich, auch nach vielen Jahren Therapie, erklären können, wie ihre Beschwerden zustande gekommen sind, sich viele Gedanken gemacht haben, wo deren Ursachen liegen und daran gearbeitet haben, Strategien zu finden, um mit den Auswirkungen umgehen zu können, oder die Symptome zu bekämpfen.

Und nicht in Frieden sind.

Unterschwellig liegt ein Minenfeld - vergrabene Sprengkörper, die nur darauf warten, dass jemand darauf tritt, um hochzugehen, „getriggert“ zu werden. Es kommt zu Verletzungen, Kränkungen, Enttäuschungen.

Solange etwas im Inneren in Unfrieden ist, wird es immer andere geben, die genau dort hineintreffen. Und das schmerzt. Möchte man nicht. Kämpfe mit dem Umfeld, mit sich selbst, psychische und körperliche Krankheiten, Rückzug und Isolation können die Folge sein.

In meiner Arbeit begleite ich Menschen, diese Minen zu erkennen und zu entschärfen. Es ist ein Weg zu innerem Frieden, zu Entspannung und Ruhe. Dabei hilft mir mein tiefer Glaube. Ich schöpfe aus meiner inneren Quelle. Kraft, Frieden, Erkenntnis.

Und kann dadurch auch Menschen unterstützen, die dazu keinen oder einen anderen Zugang haben. Und gerne in Frieden leben möchten.